Patienteninfo

Die Heilung der Patienten steht im Vordergrund

Pathologen und ihre Patienten sehen sich selten und sprechen im Normalfall nicht miteinander. Aber Pathologen befassen sich ganz genau und persönlich mit ihren Patienten und sind in ständigem Dialog mit dem behandelnden Arzt. Wir arbeiten zwar meist im Hintergrund, aber die Heilung der Patienten steht bei uns im Vordergrund.

Über Pathologen gibt es viele Klischeevorstellungen. Die verbreitetste ist wohl, dass sich Pathologen den ganzen Tag mit der Untersuchung von Mordopfern beschäftigen. Zahlreiche Krimiserien tragen wahrscheinlich Schuld daran. In Wahrheit ist der Pathologe kein Rechtsmediziner und ein Großteil seiner Tätigkeit besteht darin, Biopsien – also Gewebeproben von lebenden Patienten – unter dem Mikroskop zu analysieren.

Von der Probe bis zur Diagnose

Chirurgisch tätige Ärzte wie Chirurgen, Gynäkologen, Urologen, Dermatologen oder auch Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Zahnärzte entfernen auffällig veränderte Organteile ihrer Patienten mittels endoskopischer oder operativer Verfahren und lassen sie dem Pathologen zur schnellen Diagnose zukommen. Viele Proben sind dabei gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf.

Wir untersuchen Gewebeproben von Kopf bis Fuß, quer durch alle Gebiete der Medizin. Wir sind an fast jeder Vorsorgeuntersuchung beteiligt. Jede Krebsdiagnose wird vom Pathologen gestellt. Der pathologische Facharzt beurteilt immer persönlich die Gewebeproben der Patienten. Wir erkennen den Charakter bösartiger Zellen mit dem Auge, mit dem Mikroskop oder aufgrund von Genanalysen. Wir liefern die Diagnose und sprechen mit dem behandelnden Arzt aufgrund unseres Befunds die erfolgversprechendste, individuelle Therapie ab. Pathologen helfen oft schon, bevor Krankheiten offen ausbrechen. Sie maximieren die Chancen der Heilung.

Darüber hinaus ist die Pathologie ein wichtiges Instrument der medizinischen Qualitätssicherung. Ihre kontrollierende Diagnostik hilft dabei, den Standard in allen Fachgebieten der Medizin zu halten und zu verbessern.